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                                                                                           "Nicht daheim und doch zu Hause"

Bad Schlema - Geschichtliches zum Stärksten Radiumbad der Welt

Richard Friedrich

1908. Auf Anordnung der Bergakademie Freiberg wurde mit der Untersuchung der Schlemaer Wässer begonnen.
Richard Friedrich, ein unermüdlicher Forscher, wurde damit beauftragt. Er konnte den Nachweis der hohen Radongehalte in den Schlemaer Wässern erbringen. Seinem Drängen ist es zu verdanken, dass die Nutzung dieser Heilkräfte zur Entstehung des Radiumbades Oberschlema geführt hat.
RADIUM- Geheimnisvoll ist der Name und Wunderbar zugleich. Durch den freiwilligen Zerfall des Radiums entsteht ein Edelgas, die Radiumemanation,
welche von Wasser aufgenommen wird und ihn eine wunderbar grenzende Heilung verleiht.
Dieses Edelgas erhielt 1918 den Namen RADON.
Auf Grund der geologischen Entwicklung des Schlematales, besonders durch das Ausfüllen der Spalten und Klüfte mit Mineralien und Erzen, bildeten die günstige Vorraussetzung für diese Radonemanation.
Die aufsteigenden zirkulierenden Spaltenwässer konnten sich an diesen uranerzführenden Gängen radioaktiv aufladen. Je nach Menge der Wasserzirkulation war die Aktivität stärker oder schwächer.
Im weiteren konnte die heilende Wirkung dieser Wässer nachgewiesen werden.

Am 23.09.1915 erfolgte die Gründung der Radiumbadgesellschaft, auf ihr wurde der Bau eines Kurhauses beschlossen.

Am 2. August 1916 war der Baubeginn für das Kurhaus, dessen Eröffnung am 16. Mai 1918 Richard Friedrich aber nicht mehr erlebte. Er starb am 16. November 1916 in Oberschlema. Bei seiner feierlichen Beerdigung am 19. November wurde der Sarg von Mitarbeitern des Königlichen Blaufarbenwerkes im historischen Habit getragen. Im Jahr 1925 benannte man eine Straße im neu angelegten Fremdenheimviertel nach Friedrich und im Kurhausgarten wurde 1930 ein Granitblock mit einem Bronzerelief eingeweiht.

Ab Frühjahr 1918 entwickelte sich Schlema kontinuierlich zum stärksten Radiumbad der Welt. Ständig steigende Besucherzahlen in den folgenden Jahren machten eine Vergrößerung des Kurhauses notwendig. Im Frühjahr 1928 konnte der Erweiterungsbau feierlich eingeweiht werden. Viele Einwohner Schlemas stellen ihre Wohnungen als Pensionen oder einfache Unterkünfte für die vielen Kurgäste aus der ganzen Welt zur Verfügung. Neue Hotels  entstanden. Bis zum Jahre 1935 wurde dem Kurhaus noch ein weiterer Erweitungsbau hinzugefügt, das Kurhotel.

Das Kurhaus

Kurhaus 1918

Kurhaus 1918

















Kurhaus 1928

Kurhaus mit Anbau 1928










 

Kurhaus mit Anbau und Kurhotel 1935

Kurhaus mit Anbau und Kurhotel 1935









Der Ort

Radiumbad Oberschlema - 1
















Radiumbad Oberschlema - 2

















Hotel Bürgerhof

Hotel Bürgerhof










 

Hotel Reinwart

Hotel Reinwart

 

 









Haus Wild

Haus Wild











Spätherbst 1945. Nach dem Ende des II. Weltkrieges erfolgten erste geologische Untersuchungen im Schlematal durch sowjetische Besatzungsbehörden. Schnell fand man das strategisch wichtige URAN. Der schöne Kurort wurde nach und nach durch den einsetzenden Bergbau der SDAG Wismut in seinem Ansehen entstellt. Untertage erfolgte ein Raubbau, mit dessen Auswirkungen die wichtigen Radonquellen zerstört wurden. Im Jahre 1952 mußte das Kurhaus mit Kurhotel auf Grund von Bergschäden abgebrochen werden. Fast alle Wohnhäuser des alten Schlemaer Ortskernes mussten wegen Senkungserscheinungen geräumt werden, die anschließenden Abrissarbeiten zogen sich bis 1955 hin.
Neubeginn 1990. Am 24.04.1990 traf sich ein kleiner Kreis von Bürgern, unter ihnen der Bürgermeister Konrad Barth, den Gedanken eines Kur-u.Heilbades in Schlema wieder Wirklichkeit werden zu lassen. Dem unermüdlichen Arrangement dieser Bürger, vor allem des Bürgermeisters Konrad Barth ist es zu Verdanken, dass am 20.09.1996 die Grundsteinlegung für das neue Kurmittelhaus stattfinden konnte. Es folgte der Bauabschnitt bis zum Richtfest am 20.12.1997. Nach weiteren 10 Monaten Bauzeit war es soweit, das neue Gesundheitsbad ACTINON konnte am 25.10.1998 feierlich eröffnet werden.     
Mit dem Bad wurden die radonhaltigen Quellen staatlich anerkannt, Schlema erhielt das Prädikat Ort mit Heilquellenkurbetrieb. Jahr für Jahr nutzen viele Tages- u. Kurgäste die sich ständig erweiternden Möglichkeiten zur Heilung, Erholung und Entspannung. Bade- u. Therapiebecken im Innen- u. Außenbereich, Saunalandschaft, Wellnessoase sowie die speziellen Therapieangebote seien hier genannt.

Ein weiteres wichtiges Datum ist der 29. Oktober 2004, Schlema erhält die Anerkennungsurkunde Heilbad-Radonheilbad.

Urkunde Heilbad - Radonheilbad